| Veranstaltung: | OMV 11.04.2025 | OV Innenstadt/Deutz (OV1) |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 2.3. Wahlkreis Innenstadt 3 (Belgisches Viertel Süd, Komponistenviertel) |
| Antragsteller*in: | Lino Hammer |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 06.04.2025, 21:45 |
A1: Lino Hammer
Selbstvorstellung
Liebe Freund*innen,
ich bewerbe mich erneut um die Direktkandidatur für den Wahlkreis Innenstadt 03 – oder wie ich ihn lieber nenne: die westliche Neustadt. Bei der letzten Kommunalwahl konnte ich diesen Wahlkreis mit 3961 Stimmen (38,66 %) direkt gewinnen – das waren 1005 Stimmen bzw. 8,26 Prozentpunkte mehr als unsere Kandidatur dort 2014. Auch wenn ich inzwischen im Bezirk Ehrenfeld wohne, bin ich weiterhin regelmäßig vor Ort unterwegs – politisch, privat und persönlich verbunden.
Gerade in den letzten Jahren ist deutlich geworden, wie sehr sich die Herausforderungen für diesen Wahlkreis zuspitzen: Nutzungskonflikte nehmen zu, Räume werden knapper und politische Auseinandersetzungen schärfer. Ich will weiterhin Verantwortung übernehmen, weil ich überzeugt bin, dass es starke grüne Stimmen braucht, die vermitteln, gestalten – und dranbleiben.
Ich möchte weiter für diesen Wahlkreis Verantwortung übernehmen – weil ich überzeugt bin: Hier entscheidet sich, wie urbane Zukunft in Köln gestaltet wird. Und ob wir es schaffen, gemeinsam tragfähige Lösungen zu finden – statt in Konflikten zu verharren.
Die westliche Innenstadt umfasst den nordwestlichen Teil der Neustadt/Süd und den westlichen Zipfel der Altstadt/Süd – und damit einige der lebendigsten und vielfältigsten Veedel Kölns: vom Aachener Weiher und dem Komponistenviertel über das quirlige Kwartier Latäng, das Rathenau-Viertel und den Südbahnhof bis zum Mauritiusviertel mit der Schaafenstraße und Teilen des Pantaleonsviertels. Hier treffen studentisches Leben, queere Kultur, bürgerliche Wohnquartiere und urbane Infrastruktur auf engem Raum zusammen. Ein Viertel, das Köln atmet – laut und leise zugleich. Genau hier zeigt sich, was GRÜNE Politik leisten muss: Vielfalt schützen, Räume gerecht verteilen und das urbane Leben ökologisch zukunftsfähig gestalten.
Persönlich
Ich bin 38 Jahre alt und lebe seit über 25 Jahren in Köln. Seit 2018 bin ich Fraktionsgeschäftsführer der GRÜNEN im Kölner Rat – davor habe ich zehn Jahre als Konstrukteur in der Automobilbranche gearbeitet. Politisiert wurde ich in der GRÜNEN JUGEND, bei den GRÜNEN bin ich seit 2006 aktiv.
Was mich politisch geprägt hat, ist das Spannungsfeld zwischen Verbindlichkeit und Veränderung: Ich weiß, wie Systeme funktionieren – und wo man sie öffnen kann. Ich mag Strukturen, aber nicht, wenn sie Menschen ausbremsen. Ich will, dass Stadt funktioniert – und dass sie dabei für alle funktioniert, nicht nur für wenige.
Wer mit mir zusammenarbeitet, beschreibt mich als zielstrebig, kommunikativ und empathisch – andere sagen: strategisch, humorvoll und flexibel. Ich bin jemand, der gut zuhören kann, aber nicht alles hinnimmt. Nicht immer der Lauteste im Raum, aber meist der mit dem Plan.
Und falls ihr euch fragt, was mich jenseits der Politik ausmacht: Mein fragwürdiger Musikgeschmack (Schlager!) ist fast schon legendär, mein Sonntagskuchen fast schon berüchtigt – und beides möchte ich mit in den Wahlkampf bringen.
Politischer Fokus
Kaum ein anderer Wahlkreis bringt so viele große Fragen unserer Stadt auf so engem Raum zusammen:
Wie gelingt das Miteinander von Anwohnenden und Feiernden?
Wie gehen wir mit Nutzungskonflikten in öffentlichen Räumen um – ohne gleich alles zu verbieten oder zu reglementieren?
Wie schaffen wir Aufenthaltsqualität und soziale Gerechtigkeit – in einem der am dichtesten besiedelten Viertel Kölns?
Und: Wie holen wir mehr Grün zurück in eine Stadt, die dafür eigentlich keinen Platz mehr hat?
Die Klagen rund um die Volksbühne oder das angeblich drohende Verweilverbot auf der Schaafenstraße zeigen, wie schnell in dieser Stadt nicht mehr miteinander gesprochen, sondern gegeneinander geklagt wird. Dass es auch anders geht, habe ich beim Konflikt um das Zappes gezeigt, den ich moderieren durfte. Die Baulücke auf der Richard-Wagner-Straße steht seit Jahrzehnten sinnbildlich für ungenutzte Chancen in der Stadtentwicklung. Zwischen konkretem Ärgernis und städtischer Planungsspanne zeigt sich immer wieder: Wir müssen Stadt gemeinsam gestalten – mit klarer Haltung, mit Beteiligung und mit Mut zur Entscheidung.
Mein Engagement vor Ort
Ich habe in den letzten Jahren zahlreiche Entwicklungen in meinem Wahlkreis begleitet:
Ich habe die Schaafenstraße nicht nur während der Corona-Lockdowns unterstützt und den Kontakt zwischen Politik, Verwaltung und Gastronomie gehalten. Ich habe mich dafür eingesetzt, dass #ringfrei endlich auch über den Barbarossaplatz hinausführt – und dafür gekämpft, dass die Ost-West-Achse nicht das Mauritiusviertel zerschneidet.
Ich begleite eng die Planungen für den barrierefreien Ausbau der Haltestelle Barbarossaplatz und setze mich bei Stadt, Land und Bund auch weiterhin für einen zusätzlichen Zugang am Südbahnhof mit Aufzügen ein.
Und wenn ich am Aachener Weiher vorbei in die Stadt fahre, freue ich mich jedes Mal, dass es auf der Richard-Wagner-Straße endlich eine eigene Fahrradspur gibt – etwas, wofür wir lange gekämpft haben. Auch an der Uniwiese habe ich mich – gerade rund um Karneval – für besseren Schutz und pragmatische Lösungen eingesetzt. Hier müssen wir weiter am Ball bleiben.
Gerade in der täglichen Arbeit vor Ort ist mir die enge Abstimmung mit der Bezirksvertretung Innenstadt wichtig. Ich freue mich darauf, diese Zusammenarbeit auch künftig fortzusetzen – insbesondere mit Julie Cazier als Bezirksbürgermeisterin, die mit klarem Kompass und frischer Energie für unsere Veedel steht.
Der kommende Wahlkampf
Der kommende Wahlkampf wird herausfordernd – die letzte Bundestagswahl hat gezeigt, dass wir nicht mehr automatisch stärkste Kraft in Köln sind. Auch wenn wir den Wahlkreis beim letzten Mal mit großem Abstand gewinnen konnten: CDU, SPD, Volt, LINKE und KLIMA FREUNDE sind alle mit eigenen Kandidat*innen, Themen und Zielgruppen unterwegs.
Umso wichtiger ist es, dass wir GRÜNE jetzt klare Kante zeigen: mit Haltung, Konzept – und echter Präsenz!
Ich werde im Wahlkampf stark auf den direkten Austausch setzen: Gespräche auf der Straße und an den Haustüren, Präsenz in den Veedeln, Aktionen vor Ort. Auch wenn ich als Spitzenkandidat an der Seite von Christiane Martin Termine in der ganzen Stadt wahrnehmen werde.
Ich will trotzdem ansprechbar sein – auf der Straße, im Netz, im Gespräch. Ich will mit Haltung überzeugen – aber auch mit Offenheit. Ich will, dass unsere GRÜNEN Inhalte sichtbar werden:
Für bezahlbaren Wohnraum statt leerstehender Lücken.
Für sichere Wege für alle statt zerschnittener Viertel.
Für öffentliche Räume, die allen gehören – nicht nur denen, die sich durchsetzen können.
Auch wenn wir GRÜNE uns bei der Ost-West-Achse in der letzten Ratsperiode nicht durchsetzen konnten und die Chance auf eine moderne, oberirdische Lösung verpasst wurde – gerade deshalb gilt für mich:
Jetzt erst recht – volle Kraft voraus.
Jetzt erst recht – nur noch geradeaus.
Ute Freudenberg
Denn was mich antreibt, ist nicht Resignation – sondern der Wille, aus Rückschlägen Motivation zu ziehen. Ich will zeigen, dass wir als GRÜNE nicht nur gute Ideen haben, sondern auch den Mut und die Ausdauer, sie umzusetzen.
Ich freue mich über eure Unterstützung – und auf einen engagierten, ehrlichen und mutigen Wahlkampf für die westliche Innenstadt.
Euer Lino
- Alter:
- 37
- Geburtsort:
- Duisburg